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PROBLEM
Kurzsichtigkeit
(Myopie) |
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Bei
einem kurzsichtigen Auge sind die einzelnen Teile des Auges
nicht exakt aufeinander abgestimmt. Das Auge ist zu lang oder
die Brechkraft zu stark. Die Lichtstrahlen werden bereits vor
der Netzhaut gebündelt, auf der Netzhaut entsteht also
nur ein unscharfes, verwaschenes Bild. |
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LÖSUNG
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Die Operationsverfahren
an der Hornhaut sind im einzelnen:
- LASIK (Laser in situ Keratomileusis)
- PRK (Photorefraktive Keratektomie)
- LASEK (Laser epitheliale Keratektomie)
OPERATIVE KORREKTUR DER KURZ-, WEIT- UND STABSICHTIGKEIT
Die operative Korrektur der Kurz- und Weitsichtigkeit stand
in den letzten Jahrzehnten zunehmend im Mittelpunkt des Interesses
der Augenheilkunde. Je nach Höhe und Art der Fehlsichtigkeit
kommen unterschiedliche Operationsverfahren zum Einsatz. Hohe
Hornhautverkrümmungen (Stabsichtigkeiten) können
gegenwärtig nur teilweise behoben werden.
Photorefraktive Keratektomie (PRK):
Nach örtlicher Betäubung von Horn- und Bindehaut
wird unter dem Operationsmikroskop zunächst die oberflächliche
Hornhautschicht (Epithel) entfernt. Danach wird die Hornhautoberfläche
direkt mit Einsatz eines Hochpräzisionslasers (Excimer
Laser) neu geformt. Eventuell wird nach der Operation eine
Verbandskontaktlinse für einige Tage eingesetzt. Dieses
Verfahren ist in Deutschland wissenschaftlich bis zu einer
Kurzsichtigkeit von -6 Dioptrien anerkannt.
LASIK (Laser in-situ Keratomileusis): Bei dieser Methode
wird nicht die Oberfläche der Hornhaut direkt mit einem
Laser behandelt, sondern das Innere der Hornhaut. Der Eingriff
wird bei örtlicher Betäubung durch Tropfanästhesie
durchgeführt. Zunächst werden die Dicke der Hornhaut
sowie der Grad der Fehlsichtigkeit exakt bestimmt.
Um an das Innere der Hornhaut zu gelangen, wird zunächst
mit einem computergesteuerten Präzisionsinstrument ein
dünnes Scheibchen der Hornhaut teilweise abgetrennt und
wie ein Deckel nach oben geklappt.
Nun wird das Innere der Hornhaut wie dargestellt mit dem Excimer-Laser
geschliffen bzw. behandelt. Bei Weitsichtigen wird die Hornhaut
um das Zentrum herum ringförmig abgeflacht, bei Kurzsichtigen
im Zentrum und bei der Hornhautverkrümmung wird die Hornhaut
im Bereich der stärker gewölbten Achse abgeflacht.
Danach wird das Hornhautscheibchen wieder zurückgeklappt
und angedrückt. Es saugt sich von selbst fest und muss
nicht angenäht werden. Sie dürfen jedoch einige
Tage lang das Auge nicht reiben.
Die LASIK ist in Deutschland wissenschaftlich bei Kurzsichtigkeit
und bei Hornhautverkrümmung anerkannt. Auch bei Weitsichtigkeit
bis +3 Dioptrien ist das Verfahren erfolgreich.
LASEK (Laser epitheliale Keratektomie): Bei der LASEK-Methode
wird nur die oberflächigste Hornhautschicht (Epithel)
mobilisiert und zur Seite geklappt. Dann wird eine Excimer-Laser-Behandlung
ähnlich wie bei der PRK durchgeführt. Danach wird
das Epithel wieder zurückgeklappt und eine Verbandskontaktlinse
eingesetzt. Es ist das derzeit neueste Excimer-Laser-Verfahren.
- Implantation künstlicher Linsen
Die Implantation künstlicher Linsen zusätzlich zur
eigenen Linse kommt dann in Betracht, falls hornhautchirurgische
Massnahmen nicht sinnvoll sind. Dies kann zum Beispiel sein,
wenn die Hornhautdicke für eine Laserbehandlung nicht
ausreicht.
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PROBLEM
Weitsichtigkeit
(Hyperopie) |
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Bei
einem übersichtigen bzw. weitsichtigen Auge ist die Brechkraft
der Hornhaut bzw. des Auges zu gering oder das Auge ist zu kurz.
Die Lichtstrahlen werden daher erst hinter der Netzhaut gebündelt,
auf der Netzhaut entsteht nur ein unscharfes Bild der Umwelt.
Anders als beim kurzsichtigen Auge kann die Weitsichtigkeit
bis zu einem gewissen Alter durch die Augenlinse ausgeglichen
werden. Die Augenlinse kann sich verformen und dadurch ihre
Brechkraft erhöhen, was die zu geringe Brechkraft des übersichtigen
Auges beim Blick in die Ferne ausgleicht.
Beim Weitsichtigen wird ein Teil dieser Verformungsfähigkeit
bereits beim Blick in die Ferne benötigt. Zum Lesen steht
daher nur ein geringerer Teil zur Verfügung. Da mit zunehmendem
Alter die Verformungsfähigkeit der Augenlinse nachlässt,
benötigen Weitsichtige früher eine Lesebrille als
Normalsichtige. Im hohen Alter wird dann zusätzlich eine
Brille für die Ferne erforderlich, da die Verformungsfähigkeit
der Augenlinse so stark nachgelassen hat, dass auch kein scharfes
Bild für die Ferne erzeugt werden kann. |
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PROBLEM
Hornhautverkrümmung
od.
Stabsichtigkeit (Astigmatismus) |
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Zusätzlich
zur Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit besteht häufig
ein sog. Astigmatismus, auch Stabsichtigkeit genannt. Ein Astigmatismus
entsteht durch eine ungleichmässige Krümmung der Hornhautoberfläche.
Die normale Hornhaut ist, wie die Linse einer Photokamera, halbkugelförmig.
Daher werden sowohl senkrechte als auch waagerechte Linien scharf
abgebildet. Eine punktförmige Lichtquelle, z.B. eine Strassenlaterne,
wird auch als heller Punkt abgebildet. Ist die Hornhaut nun
nicht halbkugelförmig, sondern eher elliptisch geformt,
wird das Bild verzerrt. Ein Punkt wird beispielsweise nicht
als Punkt, sondern als kleiner Strich abgebildet. In unserem
Beispiel wird die Laterne nicht mehr als heller Punkt, sondern
als kleiner Strich abgebildet. |
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PROBLEM
Altersweitsichtigkeit
(Presbyopie) |
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Wie
bereits erwähnt, hängt das scharfe Sehen im wesentlichen
von zwei Faktoren ab: der Brechkraft des optischen Systems und
der Länge des Auges (Achsenlänge). Um jedoch wechselnde
Bildfolgen in Nähe und Ferne scharf sehen zu können,
braucht das Auge noch eine weitere Fähigkeit, die Akkommodation
(Naheinstellung).
Durch die Naheinstellung (Akkommodation) wird die Brechkraft
durch eine Verformung der Linse verändert, sodass in Bruchteilen
von Sekunden ein scharfes Bild auf der Netzhaut entsteht. Leider
ist die Scharfeinstellung des Auges durch die Akkommodation
der Linse, d.h. die Naheinstellung der Linse, nicht unbeschränkt
möglich. Ferner nimmt diese Fähigkeit mit dem Alter
ab (Altersweitsichtigkeit). |
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