SPEKTRUM ZAHN
Zahnmedizin ist kein Serienprodukt
Das Ergebnis ist abhängig von der diagnostischen und planerischen Fähigkeit des Behandlers und von seinen handwerklichen Fähigkeiten. Sie haben (leider!) keine Möglichkeit, das "Produkt" zahnärztlicher Arbeit im voraus zu begutachten, und danach sind Ihre Möglichkeiten als Laie und Patient auch nicht so toll! Sie wissen erst nach 10 Jahren, ob die Versorgung ihren Preis wert war (oder nicht).
Wie funktioniert eine ZAHNSANIERUNG ?

Voraussetzung: der Patient weiss um die Behandlungsbedürftigkeit!
Er wählt einen Zahnarzt und begibt sich zu einem ersten Untersuchungstermin.

Der Ablauf dieser Untersuchung sollte im Regelfall sein:

1.) Eingehende Untersuchung des Mundes
  • also, wie viel Zähne fehlen
  • wie viel Zähne sind zerstört, bzw. durch Karies erkrankt
  • wie ist der Zustand des Zahnfleisches, liegen Parodontopathien vor?
    (Parodontose ist kein wissenschaftlicher Ausdruck!)
  • Wie ist der Pflegezustand?
  • Evtl. werden Röntgenbilder und Abdrücke angefertigt, um daraus ein Kiefermodell zu erstellen. Röntgenbilder als Übersichtsaufnahme (OPG), oder als kleine Einzelbilder.
2.) Erste Hygienemassnahmen
  • durch den Zahnarzt
  • oder durch eine Fachhelferin (Dental Hygienist) wird dem Patienten Zahnstein und Zahnbelag gezeigt. Man kann diesen Belag einfärben um ihn besser sichtbar zu machen, man kann ihn dem Patienten unter dem Mikroskop zeigen und/oder man kann durch eine Laboranalyse die Keime im Belag bestimmen lassen. Dadurch wird die krankmachende (pathogene) Eigenschaft des Zahnbelages verdeutlicht. Zahnstein und Belege werden entfernt, der Sulcus - Blutungs - Index erhoben (er gibt zusätzlich Information über die Schwere der Entzündung) und dem Patienten werden Informationen über das richtige Zähneputzen gegeben. (Richtiges Putzen, richtige Zahnbürste, richtige Zahncreme, Zahnseide......)
  • Und dann: ab nach Hause zum Putzen!
3.) Am Kontrolltermin nach 2-3 Wochen werden die Massnahmen kontrolliert
  • putzt der Patient richtig und ausreichend, ist dadurch der Entzündungsgrad schon zurückgegangen, .... Nun wird ein Taschenmessbefund erhoben, d.h., dass die Taschentiefe um die Zähne herum ausgemessen wird. Bei gesunden Zähnen/Zahnfleisch ist die Taschentiefe ca. 2 mm. Die Zahnlockerung wird gemessen. Bei Bedarf wird der Befund ausgeweitet d.h., dass auch evtl. Allgemeinkrankheiten mit erfasst werden. (z.B.: Zucker, Allergien......).
Nach Erhebung aller Befunde bekommt der Patient einen Besprechungstermin. An diesem Termin werden notwendige Behandlungsmassnahmen besprochen. Welche Zähne müssen noch entfernt werden, muss eine "Parodontose-Behandlung" erfolgen, sind Fehlbelastungen zu korrigieren (z.B.: solche, die Knirschen auslösen).

Es erfolgt die Beratung zur Behandlung fehlender Zähne: können diese durch Brücken / Prothesen ersetzt werden, können / sollten Implantate eingepflanzt werden, wie viele, an welcher Stelle? Muss dazu evtl. Knochen aufgebaut werden, welcher Knochen (Fremdknochen, künstlicher Knochen, Tierknochen, eigener Knochen????). Muss evtl. der Kieferhöhlenboden angehoben werden (dabei wird Knochen in die Kieferhöhle eingepflanzt).

Also Fragen über Fragen, die zu klären sind. Der Patient muss über die jeweiligen Behandlungsrisiken aufgeklärt werden:
  • schon bei der Spritze kann im Unterkiefer der Nerv geschädigt werden
    (aber sehr unwahrscheinlich)
  • bei der Implantation kann der Nerv im Unterkiefer geschädigt werden (dann bleibt evtl. die Lippe taub), die Kiefer- oder Nasenhöhle kann versehentlich eröffnet werden, bei schmalen Knochen muss evt. zusätzlich Knochen mit eingebracht werden.
  • Implantate können auch verloren gehen (die Einheilungsstatistiken sprechen
    von 2 - 3 % Verlusten)
  • Verträgt der Patient das Material (von Implantat, von den Kronen....)
    Dann werden die Kosten besprochen
  • auch für alternative Behandlungsmöglichkeiten!
Was unterscheidet den seriösen Zahnarzt vom unseriösen?

Der unseriöse: er redet den Gesundheitszustand des Patienten schlecht, ohne ihn ausreichend untersucht zu haben - er übertreibt mit Absicht, um ihn in eine Behandlung zu "zwingen". Er überhöht sein Können und Wissen ("ich bin der Einzige, ich bin der Beste..."), er gibt falsche Auskunft über seine Behandlungsfälle ("ich habe schon tausende Implantate gesetzt"), er drängt den Patienten zur schnellen Entscheidung und seine Befunderhebung und
Untersuchung ist nicht genau genug (unzureichend). Er spricht schlecht über Kollegen und er drängt den Kassenpatienten in die Abdingung (also in die Privatbehandlung, auch bei solchen Massnahmen, wo es seine gesetzliche Kasse bezahlen würde). Er zeigt dem Patienten keine Behandlungsalternative (die evtl. billiger ist) und er will am liebsten gleich mit der Behandlung anfangen. Hier: FINGER WEG!

Der seriöse: er hört sich zunächst die Beschwerden des Patienten an, er nimmt ihn ernst, er fragt nach, er untersucht ohne Zeitdruck. Er zeigt dem Patienten seine Erkrankung ("sehen Sie, wie das blutet, merken Sie wie der Zahn wackelt....") und sagt nicht einfach: "Sie haben Dies und Das und wir machen jetzt: Dies! Er lässt nach umfassender Untersuchung und Aufklärung
sowie nach Vorstellung diverser Behandlungsmöglichkeiten den Patienten entscheiden, wie dieser seinen Behandlungsweg gehen will. Er lässt ihm Zeit ("bitte denken Sie erst einmal darüber nach und dann sehen wir uns in ein paar Tagen wieder").

Vertrauen gewinnt der Patient nur, wenn er merkt, dass er "aufgehoben" ist, dass er bei einem Fachmann ist, der sein Metier beherrscht, wenn der "Umgangston" stimmt - auch mit seinem Personal, wenn er lieber einmal mehr untersucht und zusätzliche Befunde erhebt und nicht gleich mit der Zange oder dem Bohrer erscheint. "Bitte überlegen Sie es sich noch mal" sollte zu seinem Wortschatz gehören, genauso wie "wenden Sie sich bitte gerne an einen
Kollegen um absolute Sicherheit zu erlangen".

Er sollte genauso auf seine fachliche Kompetenz verweisen und Behandlungen welche nicht "sein täglich Brot sind", lieber an einen Kollegen verweisen (darf ich Sie zur kieferorthopädischen Vorbehandlung an den Kieferorthopäden verweisen?").
Er sollte darauf hinweisen, in welchem Umfang der Kostenvoranschlag maximal abweichen wird (darf) und er wird bei notwendiger Behandlungsänderung auch auf eine evtl. Kostenänderung hinweisen.

Er kann einem neuen Patienten evtl. die Telefonnummer schon behandelter Patienten geben, die dann zu einer Auskunft bereit sind (das macht sich sehr gut und es gibt Patienten welche das gerne machen).


In der Behandlung ist der Arzt locker und beherrscht, nicht nervös und unsicher (Schweiss auf der Stirn und unter den Armen macht sich nicht gut).

Die Nachsorge muss stimmen! "Sie können sich jederzeit an mich wenden! Selbstverständlich können Sie mich auch in der Nacht anrufen! Die Kontrolltermine dienen Ihrer eigen Sicherheit und ich entlasse Sie erst dann, wenn wir beide mit der Behandlung zufrieden sind.

Hier finden Sie unsere Spezialisten
in Sachen "Zahnmedizin"

Es wird noch recherchiert!

bitte auf die Landkarte klicken

Österreich


Spezialisten in:
noch keine Einträge
noch keine Einträge
noch keine Einträge
noch keine Einträge
noch keine Einträge
noch keine Einträge